Das Charleston Kostüm gehört heute zu den möglichen Bekleidungen der Damen oder der als Damen verkleideten Herren auf Faschings- und Karnevalsveranstaltungen oder anderen lockeren Partys. Es ist der Mode der 1920er Jahre nachempfunden und nach einem Tanz benannt, der in der US-Südstaaten-Metropole Charleston damals sehr bekannt war und von dort aus den Weg in andere Länder fand. Eine seiner bekanntesten Vertreterinnen war die amerikanische Schauspielerin Josephine Baker, die den Tanz damals auch in Europa bekannt machte.
Die heutigen Angebote in den entsprechenden Geschäften, die meist an bestimmte Ereignisse gebunden sind, zeigen eine große Vielfalt. Auch im Internet finden sich viele Angebote. Als kurzes Kleid endet es über dem Knie und bietet daher ausreichend Freiheit für die zur damaligen Zeit doch recht wilden Bewegungen auf der Tanzfläche. Da es in Charleston recht warm ist, hat das Kostüm natürlich keine Ärmel. Dafür weist es Verzierungen wie etwa Fransen am Saum auf. An Farben ist kein Mangel. Rot, Lila, Schwarz, Grün, Hellblau, Gelb – alles ist am Markt zu finden. Meist ist es zwar einfarbig, doch sind auch ein gemustertes Charleston Kostüm nicht aus der Mode.
Zum Charleston Kostüm gehört einiges an Zubehör, um es authentisch erscheinen zu lassen. So kann man es mit einer schicken lange Weste oder einer Federboa ergänzen. Dazu gehören ebenso Netzstrümpfe und lange Handschuhe. Ebenso darf die für die damalige Zeit unvermeidliche Zigarettenspitze nicht fehlen. Sie muss ja nur Attrappe sein; eine echte Zigarette wäre auf dem Tanzboden sicher viel zu gefährlich und könnte auch nicht genossen werden. Als letztes sind noch die Schuhe mit den hohen Absätzen und, falls erforderlich, das Stirnband zu erwähnen, damit die Haare nicht allzu wild durch die Gegend fliegen.
Meist wird ein solches Kostüm nur einmal getragen. Man darf deshalb nicht viel an Qualität erwarten. Die meist verwendeten Polyesterstoffe sehen zwar gut aus, sind aber im Alltag nicht sehr tragefreundlich. Aber bei den günstigen Preisen, zu denen die Kostüme beispielsweise im Internet angeboten werden, kann man es sich schon einmal leisten, wenn man entsprechend auffallen will.
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